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Anatomie der Landschnecken

Quelle für Text und Bild  » Wikipedia /Al2

 

 
  01. Gehäuse   13. Geschlechtsöffnung
  02. Leber   14. Geschlechtsöffnung m.
  03. Lunge   15. Geschlechtsöffnung w.
  04. Darmausgang   16. Schleimdrüse
  05. Atemöffnung   17. Eileiter
  06. Auge   18. Pfeilbeutel
  07. Fühler   19. Fuß
  08. Schlundganglion   20. Magen
  09. Speicheldrüse   21. Niere
  10. Mund   22. Mantel
  11. Kropf   23. Herz
  12. Speicheldrüse   24. Samenleiter
 
Der weiche Körper einer Schnecke besteht aus Kopf und Fuß (zusammen als Kopffuß bezeichnet), sowie dem rückenliegenden (dorsalen) Eingeweidesack, der von der Gewebeschicht des Mantels geschützt wird.
Zellen im Mantel bilden die harte Schale, die zwar im Grundaufbau anderen Weichtierschalen ähnelt, aber im Gegensatz zu diesen asymmetrisch zu einer Seite des Körpers gewunden ist.

Die Asymmetrie der Schneckenschale entsteht durch einen entwicklungsbiologischen Vorgang, den man als Torsion bezeichnet, bei dem der Eingeweidesack mit dem Mantel sich nach rechts dreht, so dass die ursprünglich hinten liegende Mantelhöhle mit den Atemorganen nach vorne wandert (sogenannte Vorderkiemer, Prosobranchia).
Zur Platzersparnis winden sich der Eingeweidesack und damit auch Mantel und Schale anschließend zur bekannten Spirale zusammen.
Bei den Hinterkiemerschnecken (Opisthobranchia) führt eine weitere Drehung dazu, dass die Mantelhöhle wieder nach hinten zu liegen kommt.

Die Atemorgane (sogenannte Kammkiemen oder Ctenidien) werden dann sekundär zurückgebildet – die Atmung findet über andere Organe statt (zum Beispiel die dorsalen Fiederkiemen der meereslebenden Nacktkiemer, Nudibranchia).
Bei einigen Schneckengruppen entstand nach Rückbildung der Kiemen eine funktionelle Lunge. Diese Entwicklung ermöglichte den Lungenschnecken (Pulmonata) die Besiedelung des trockenen Landes. Die anschließende adaptive Radiation und Anpassung an die vielfältigen Lebensräume des trockenen Landes führte zu einer großen Vielfalt.
 

 

Warum haben Schnecken ein Haus?

Quelle für Text  »Rheinische Post online

 
Schnecken haben es gut. Wenn`s ihnen reicht, verziehen sie sich ins Eigenheim. Warum aber haben Schnecken überhaupt ein Haus, und wie entsteht es?

Wenn so ein "Haustier" auf die Welt kommt, ist die Schale noch so klein, dass man sie kaum auf seinem Rücken sieht. Gut verpackt in dem Gehäuse liegen im Eingeweidesack alle für die Schnecke lebenswichtigen Organe: Herz, Nieren, Darm und Lunge (bei Wasserschnecken Kiemen).

Alle Organe werden noch von einem Mantel umschlossen, einer Hautfalte, in der auch die Atemorgane liegen. Die Schnecke kann ihren Hautmantel öffnen und schließen, der Mantel ist die Tür vom Schneckenhaus: Zieht sich die Schnecke bei Gefahr in ihr Haus zurück, schließt sich der Mantel über ihr. Damit das Tier nicht erstickt, bleibt ein winziges Loch frei: die Atemöffnung.

Etwa so wie unsere Haut Schweiß über die Hautdrüsen durchlässt, gibt der weiche ringförmige Mantel Kalk in flüssiger Form ab, der an der Luft fest wird. Und so wächst im Laufe der Jahre das spiralenförmige Schneckenhaus. Ist das einmal beschädigt, kann das Tier es selbst reparieren.

Der "Rundum-Schutz" vor Fressfeinden, Kälte, zu viel Sonne und Wasserverlust besteht aus drei Schichten, der Hornschicht, der Kalkschicht und der Perlmuttschicht. Die quer zueinander verlaufende Struktur der Kalkkristalle gewährt optimale Festigkeit. Die äußerste Schicht der Schneckenschale besteht nicht aus Kalk, sondern aus Conchin, einem Material aus organischen Molekülen (Proteinen) und anorganischem Material (Kristalle von Calcit oder Aragonit).

Am fertig ausgebildeten Schneckenhaus sind die je nach Klima und Nahrungsangebot unterschiedliche Zuwachsraten - mit den Jahresringen von Bäumen vergleichbar - abzulesen. Immerhin stolze 37 Lenze erlebte die unter Wissenschaftlern legendäre langlebigste Weinbergschnecke.

Einige Schneckenarten brauchen kein eigenes Haus, etwa die Nacktschnecken. Sie verstecken sich zwischen Steinen und kriechen durch Laub und Moos. Da würde ein Haus nur stören - es würde überall hängen bleiben.